Die Jeans - eine Hose mit Geschichte


Die Erfindung der Jeans - Levi, Davis und französischer Stoff

Jeder kennt sie und die meisten haben mehrere davon im Schrank. Doch seit wann gibt es Jeans eigentlich und wie kam es zu dem weltweiten Siegeszug der lässigen Denim-Beinkleider? Zeit, sich auf eine Spurensuche zu begeben, die quer durch die amerikanische - und globale - Geschichte führt.

Alles beginnt mit einem Deutschen, der nach Amerika auswandert. Löb Strauss, der sich nach seiner Ankunft in den USA in Levi Strauss umbenennt, stammt aus einer jüdischen Familie. Nach dem Tod des Vaters 1846 beschließen er und seine beiden Schwestern, den beiden älteren Brüdern nach Amerika zu folgen, wo diese ein Textilien- und Kurzwarengeschäft besitzen.

Als in Kalifornien der Goldrausch anbricht, möchte auch Levi Strauss daran verdienen. Dafür gräbt er nicht nach Gold, sondern versorgt die Goldgräber mit Zubehör wie Zeltplanen. Auch Hosen hat er im Programm. Zwar handelt es sich dabei noch nicht um Jeans, allerdings beginnt Strauss irgendwann damit, für ihre Herstellung einen dichten Baumwollstoff aus dem französischen Nimes zu verwenden, der als "Denim" in die Geschichte eingeht.

Den entscheidenden Beitrag dazu, dass aus den robusten Goldgräberhosen von Strauss Blue Jeans werden, leistet Jacob Davis, ein findiger Schneider aus Reno in Nevada. Denn dieser kommt auf die Idee, Hosen mit Nieten zu verstärken, und braucht einen finanziell flüssigen Partner, um das Patent dafür anzumelden. Levi Strauss ist begeistert. Damit ist es soweit: Am 20. Mai 1873 wird die Jeans geboren.

Jeans sind robuste Hosen für Arbeiter, Cowboys und Polospieler

Es dauert, bis die Lässigkeit von Jeans von der breiten Masse erkannt wird. Zuerst ist es fast ausschließlich die Working Class im amerikanischen Westen, die morgens in ein Paar Blue Jeans schlüpft - in erster Linie Cowboys und Arbeiter. Eine gewisse Beliebtheit genießen Jeans außerdem bei Polospielern. Denn diese entdecken, dass die Gefahr, sich ein großes Loch in die Hose zu reißen, bei den robusten Denimhosen vergleichsweise gering ist. Städter aus dem Osten der USA dagegen tragen Jeans zunächst nur, wenn Sie in den Ferien in den "Wilden Westen" reisen und dort Cowboy spielen. Dort sind die Hosen neben allem anderen Zeichen für ein freies und ungebundenes Leben in der Natur - eine Verbindung, die sich auch in den Western im Kino widerspiegelt.. In New York oder Boston trägt zuerst niemand Jeans.

Die Jeans wird zum Zeichen für Rebellion

Verantwortlich dafür, dass Jeans nach dem Zweiten Weltkrieg zum Symbol für Rebellion und Unangepasstheit werden, ist vor allem Hollywood. Denn ob Marlon Brando oder James Dean, die großen Filmhelden aller Jugendlichen, die gelangweilt sind von Angepasstheit und biederer Nachkriegsidylle, tragen Jeans. Damit werden die Denimhosen auch in Ländern wie Deutschland zu einem begehrten Kleidungsstück. Autoritäten wie Lehrer, Eltern und Lehrherren sind weniger begeistert. Es kommt zu Jeansverboten an Schulen und in vielen Haushalten - was die Sache natürlich nur noch spannender macht. Dazu kommt der Rock'n'Roll als der perfekte Soundtrack für unangepasste Jeansträger. Elvis Presley, Rockabilly und Blue Jeans gehen sofort eine enge Beziehung ein.

Nach dem Zweiten Weltkrieg absolvieren Jeans einen beeindruckenden Siegeszug quer durch die ganze Welt. In den 60er und 70er Jahren tragen sie zunehmend auch Studenten. Psychedelische Modelle und Jeans mit Schlag kommen auf den Markt und werden in den 80ern von teuren Designerjeans abgelöst. Heute tragen Cowboys und Präsidenten, Mechaniker, Hochschulprofessoren und Studenten Jeans. Allerdings entscheiden sich unterschiedliche Menschen für unterschiedliche Jeans.

Hosen als Ausdruck der Persönlichkeit - das Besondere an Jeans

Jeans sind robust und langlebig, klar. Aber ist das der einzige Grund dafür, dass sie sich zur wohl beliebtesten Hose der Welt entwickelt haben? Für die meisten Menschen gründet ihre besondere Beziehung zu Jeans auf mehr: Denn anders als andere Beinkleider führen die berühmten Denimhosen ein eigenes Leben - das das ihres Trägers widerspiegelt. Sie verändern ihre Farbe, bleichen aus und ändern ihre Form. Jeans altern und manche von ihnen sehen mit der Zeit immer besser aus. Hochwertige Vintage Jeans werden über die Jahre zu Visitenkarten, die Dein Leben wiederspiegeln. Außerdem sind Jeans herrlich unkompliziert. Das Bügeleisen kannst Du im Schrank lassen und auch was die Wäsche betrifft sind die Hosen anspruchslos.

Und das mit der Rebellion? Das kommt ganz auf die Jeans an und darauf, wie Du sie trägst. Vintage Rockabilly Jeans von Rumble59 orientieren sich an dem Spirit der 50s und sind speziell für alle gemacht, die Rock'n'Roll, Hotrods und einen freien, ungebändigten Geist genauso lieben wie wir. Ob Raw Denim Jeans, Ladies Capri oder Marlene Jeans, mit diesen Beinkleidern verleihst Du Deinem Outfit eine authentische Note und setzt ein Statement für Unangepasstheit und Lebensfreude.

Pflege von Vintage und Raw Denim Jeans

Die richtige Pflege ist entscheidend dafür, dass Deine Jeans zu langjährigen Begleitern werden, die auch im hohen Alter noch frisch aussehen. Wir empfehlen, Jeans von Rumble59 nur auf links, mit ähnlichen Farben und bei maximal 40 Grad zu waschen. Bitte verwende beim Bügeln die Stufe 2. Ein Sonderfall sind Raw Denim Jeans. Dabei handelt es sich um unbehandelte Jeans, die durch längeres Tragen einen individuellen Charakter annehmen. Selvage Jeans werden auf alten Schützen-Webstühlen gefertigt und besitzen eine "echte" Webkante, die sogenannte "self-edge" oder eben Selvage.Der Vorteil einer solchen Kante ist, dass diese nicht ausfranst.

Für Raw Denim und Selvage Jeans gilt: Trage sie am besten 6 - 8 Monate, ohne sie zu waschen. So erhält diese durch das Tragen ein "persönliches" Aussehen. Nach dem ersten Waschgang verändert sich die Hose kaum noch, das heißt der momentane Zustand wird fixiert. Manch einer empfiehlt sogar, Raw Denim Jeans gar nicht zu waschen, höchstens trocken reinigen zu lassen. Falls das nicht Dein Fall ist, wasche die Hose am besten allein im Schonwaschgang, auf 30 Grad und auf links. Verwende so wenig Waschpulver wie möglich, damit keine unschönen Streifen entstehen. Sorgen wegen mangelnder Hygiene musst Du Dir übrigens nicht machen. Ein Mikrobiologe der Universität von Alberta fand heraus, dass seine Jeans nach 15monatigem Tragen ohne Waschen nicht mehr Bakterien beherbergten als zwei Wochen nach der Wäsche.

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